Über die Methode

In Österreich gibt es derzeit (2025) 23 gesetzlich anerkannte Psychotherapiemethoden. Der Begriff „Methode“ beinhaltet dabei sowohl das leitende Menschenbild (Persönlichkeit, Entwicklung, Entstehen von Störungen, usw.) als auch Behandlungstechniken und definiert somit ein Stück weit die Arbeitsweisen der jeweiligen Therapeut:in.

Die Integrative Therapie ist eine dieser Methoden. Sie wurde in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts von Hilarion Petzold, Johanna Sieper und Ilse Orth gegründet und vereint Techniken, Theorien und Ideen von vielen verschiedenen Denkrichtungen – Philosophie, Psychoanalyse, Verhaltenstherapie, Systemische Therapie, Entwicklungspsychologie, und weitere.

Der zentrale Leitsatz der IT lautet: „Der Mensch ist ein Leib-Seele-Geist-Subjekt im sozialen, zeitlichen und ökologischen Kontext und Kontinuum“. Für mich als Therapeut heißt das, dass ich versuche Sie, als Patient:in im Ganzen zu erfassen, das beinhaltet:

  • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
  • Ihre soziale Umwelt 
  • Derzeit geltende gesellschaftliche Normen und Regeln
  • Leibliche Verfassung


Nur so lässt sich verstehen und erklären, wie der Mensch so geworden ist, wie er jetzt ist, wie manche Beschwerden entstehen und wie sie zu beseitigen sind. Dabei verwende ich diverse Techniken wie:

  • Gespräche
  • Malen und Zeichnen
  • Leibarbeit
  • Szenische Arbeiten und Aufstellungen


Verschwiegenheit ist dabei mein heiligstes und oberstes Gebot und zudem über das österreichische Psychotherapiegesetz (nach §45 ff) strengstens geregelt.

Als Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision muss ich allerdings meine Fälle unter der fachlichen Anleitung einer speziell geschulten Lehrperson reflektieren. Ihre Geschichte wird dabei von mir anonymisiert und in würdevoller Weise einer anderen Therapeut:in anvertraut. Die Lehrperson steht selbst unter Verschwiegenheitspflicht.